Supplementierst du schon?
- schoenherrtobi
- 2. Nov. 2025
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Nov. 2025
Das Supplementieren von Nahrungsergänzungsmitteln (im weiteren NEM abgekürzt) ist leider noch nicht weit verbreitet in unserer Gesellschaft und diejenigen, die es bereits machen, tun es fast immer "geheim".
Es ist nicht on vogue, und man muss im dümmsten Fall noch Fragen von Bekannten oder Freunden beantworten, auf die man nicht so sattelfest antworten kann, wie man es gern wollen würde, es begründen oder verteidigen. So vermeiden viele eine öffentliche Einnahme oder das öffentliche Bekenntnis, dass man NEM für richtig erachtet und eigenverantwortungsvoll einnimmt.
Ich möchte dich daher darin bestärken, dass es genau richtig ist, auf NEM zurück zu greifen und alle anderen ermutigen, es auch zu tun.
Früher hat auch niemand supplementiert und man ist gesund, sehr alt geworden.
Das Argument, dass man früher nicht supplementiert hat und trotzdem sehr alt geworden sei, höre ich immer und immer wieder in den Gesprächen, sei es im Coaching, oder privat. Das stimmt auch. Nur liegt der Grund darin, dass es damals die Möglichkeit überhaupt nicht gab und vor allem auch deren grundsätzliches Ernährungsverhalten anders gewesen war, die Menschen sich damals viel mehr bewegt hatten und sie mehr Nährstoffe mit der Nahrung aufnehmen konnten.
Du kannst ganz einfach selbst guugeln, wie die Nährstoffentwicklung im Obst und Gemüse in den letzten Jahrzehnten verlaufen war, hier ein paar Beispiele.

Diese schon recht alte Tabelle soll dir lediglich verdeutlichen, was du bestimmt auch vorher schon wusstest, oder vermutest hast. Es ist für deinen Körper heute ungleich schwerer, die erforderlichen Nährstoffe über die Ernährung zu bekommen, als damals. Wir müssten heute also viel mehr Gemüse oder Obst essen, als unsere Großeltern zu ihrer Zeit, um die gleiche Menge an Nährstoffen zu bekommen. Machst du das?
Zweiter wichtiger Fakt ist, dass wir oftmals unserem Darm, durch eine schlechte Lebensweise und Ernährung die wir betreiben, wahrlich einen Bärendienst erweisen und ihn zusätzlich in seiner Arbeit torpedieren, wichtige Nährstoffe überhaupt aufnehmen zu können. Wenn du beispielsweise mit viel zu viel Gluten, deinen Darm schädigst, ist es für ihn einfach nicht möglich, die wenigen, zwar im Darm vorhandenen Nährstoffe, in vollem Umfang aufnehmen zu können, wie es mit gesunden Darm der Fall wäre.
Einkaufsverhalten heute.
Wenn ich im Supermarkt in die Einkaufswägen der Menschen schaue, ist das Bild meist immer das gleiche: Kohlenhydrate (also Zucker) zu Hauf, Infos dazu in meinem Blog, "Warum bornTOBIalive und warum ist Zucker so gefährlich?", selten und noch weniger in Bio-Qualität. Das Thema Bio oder nicht, werde ich später mal bloggen. Alles soll immer günstig sein, nur die Qualität, die spielt bei vielen weniger eine Rolle, bei unserer Auswahl.
Viele begründen ihr Einkaufsverhalten mit dem Preis, "ich kann mir Bio und gesunde Nahrung eben nicht leisten". Nun, dazu mal ein Denkanstoß.
Wenn ich dir einen Ferrari schenke, dir sage, der benötigt SuperPlus, was tankst du? Natürlich wird er auch mit E10 laufen, aber er wird mit Sicherheit nicht die Leistung erbringen können, die er mit SuperPlus erbringen könnte. Und auf längere Sicht wird er mit großer Wahrscheinlichkeit Schaden nehmen und dir dann Kosten verursachen, die du mit dem richtigen Kraftstoff hättest sparen können.
Und bei deinem Körper ist es ganz ähnlich. Du hast zur Geburt einen Ferrari-Körper bekommen, der unheimlich viel leisten kann, wenn er das bekommt, was er benötigt. Wenn du aber über Jahre und Jahrzehnte zu viel Billigfusel einfüllst, ihn immer öfter mit nem Autotransporter bewegst, um mal beim Auto-Beispiel zu bleiben, werden einst bewegliche Teile an ihm einrosten und der Motor wird Schaden erleiden.
Dein Körper benötigt nun mal, um optimal arbeiten zu können, gewisse Nährstoffe. Da wir sie mit der Nahrung und dem Lebensstil den wir führen aber nicht mehr in ausreichender Menge bekommen, wie es einst von Mutter Natur vorgesehen war, müssen wir sie anders zu uns nehmen. Mit Supplementen. Das ist die Konsequenz daraus, dass wir unsere Lebensmittel immer verfügbarer machen wollen und sie immer schneller wachsen sollen. Früher gab es im Juni die Erdbeeren, dann kamen Beeren, Kirschen, Zwetschgen und im Herbst dann die Äpfel. Alles immer dann, wenn die Ernte naturgemäß anstand. Um im Jahr verteilt Obst zu haben, wurde es eingekocht oder eingefroren. Auch das Gemüse wurde im Jahr genutzt, wenn die Natur es fertig hat wachsen lassen. Dafür war es dann aber auch voll mit lebensnotwendigen Nährstoffen.
Heute ist es für uns unvorstellbar, beispielsweise im Januar keine Erdbeeren zu bekommen. So wurden Sorten gezüchtet, die schneller wachsen, allein dadurch viel weniger Nährstoffe aufnehmen können, die immer gleich aussehen und optisch dem Ideal entsprechen. Inhaltlich sind es geschmacks-, und nährstoffarme Wasserbomben, oftmals dafür zuckerreich.
Supplemente als Zweitbeste Lösung
Ich sehe die Supplemente als Zweitbeste Lösung an, um meinen Körper mit dem zu versorgen, was er benötigt. Natürlich wäre es schöner, wenn meine Nahrung alles liefern würde, was ich brauche. Das wäre natürlich die beste Lösung, aber das tut sie nun mal nicht. Und so lange wir das als Gesellschaft, mit unserem Kaufverhalten nicht ändern, bleibt in meinen Augen nur der Weg über Supplemente.
Du entscheidest jeden Tag mit deinem Kaufverhalten, was produziert wird. Wenn 50% von euch, von heute an, kein Billigfleisch aus miesester Stallhaltung mehr kaufen würden, es im Supermarkt vermehrt liegen bleiben würde, dann würde die Lebensmittelindustrie reagieren müssen und auch wollen.
Bis dahin rate ich jedem, das was ihm fehlt, zu supplementieren.
Hier einmal zum Verdeutlichen, was der deutschen Bevölkerung am meisten fehlt.

Messen - Machen - Messen
Du sollst natürlich nicht planlos in die Drogerie rennen und irgendwas kaufen und einnehmen. Das kostet Geld und bringt dir meist nur sehr wenig. Stattdessen solltest du messen und das auffüllen was DIR fehlt. Um beim Auto zu bleiben: Du füllst nicht einfach 1Litel Öl in den Motor ein, ohne vorab mit dem Ölmessstab gemessen zu haben, oder? Und auch danach und bestenfalls zwischendurch, nehmen wir den Messstab zur Hand.
In deinem Körper gibt es zwar keinen Messstab, doch auch hier können wir messen. Das ist kein Hexenwerk und auch nicht monatlich nötig, aber einmal im Jahr, sollte man die wichtigsten Dinge nachmessen, das kostet auch kein Vermögen.
Nur wenn du es nicht tust, dein Körper Schaden erleidet, dann wird es richtig teuer. Manche zahlen es mit Lebenszeit, viele mit Krankheiten und sehr viele zusätzlich mit immer schlechter werdender Lebensqualität, was aber vermeidbar gewesen wäre. All das ist heute messbar und in unzähligen Studien belegt.
Die richtige Dosis
"Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei." Dieser alte Lehrsatz von Paracelsus besagt, dass jede Substanz schädlich sein kann, anhängig von der Menge, die eingenommen wird und dass es auf die richtige Dosierung ankommt, um eine Wirkung - ob schädlich oder heilend - zu erwirken.
Auf die Supplemente bezogen, wird eine schädigende Wirkung seitens der Hersteller ausgeschlossen, wenn man die Angaben zur Einnahme beachtet. Also da sind wir schonmal safe. Um nun aber eine heilende Wirkung zu erzielen, musst du die individuelle, für dich richtige Dosis finden.
Dafür kannst du dich in der Fachliteratur einlesen, oder einen Fachmann fragen, der dieses bereits getan hat. Klingt blöd, ist aber so.
Auch ich als Fachmann kann dir nur die richtige Dosierung nennen, wenn ich A: Weiß, wie dein aktueller Messwert ist und B: Wir es nach ein paar Monaten nochmal messen, denn jeder nimmt Nährstoffe unterschiedlich stark auf. Es ist ein Prozess, keine einmalige Maßnahme. Aber es lohnt sich für jeden.
Mein Vater als Beispiel, hat von seinem Hausarzt 1.000i.E Vitamin D verschrieben bekommen. Diese Dosis ist erstmal besser, als gar nichts zu nehmen, aber sie bringt ihn auch in keinster Weise weiter. Es ist einfach eine klare Unwissenheit des Arztes über dieses Hormon, anders kann man diese Dosierung nicht nachvollziehen. Man kann dem Arzt aber auch wirklich keinen Vorwurf machen, er lernt es schlicht im Medizinstudium nicht. Weder Vitamin D, noch andere lebensnotwendigen Nährstoffe werden dort überhaupt und schon gar nicht ausreichend vermittelt.
Anhand der Liste über die Defizite von Nährstoffen, kannst du aber schonmal selbst schauen, ob du da überhaupt gut versorgt sein kannst. Die zwei wichtigsten Nährstoffe können wir hier ja mal in aller Kürze anschauen, wie du sie ohne Supplementation aufnehmen könntest:
Omega 3 Fettsäuren findest du in maritimen Lebensmitteln, wie fettreichen Seefischen, oder Algen. Achte bitte darauf, es geht dabei immer um EPA und DHA. Fischstäbchen enthalten kaum Omega 3 ;-)
Vitamin D ist kein Vitamin, sondern ein Hormon. Dein Körper kann es grundsätzlich selber in der Haut herstellen, doch diese bedecken wir mit unserer Kleidung, schmieren sie im Sommer mit Sonnenmilch zu und im Winter geht in unserem Breitengrad mit der eigenen Vitamin D Synthese eh nichts. Kleinste, aber unzureichende Mengen können wir über die Nahrung aufnehmen.
Wenn du Vitamin D oder auch Omega 3 bisher nicht supplementierst, wirst du mit einer extrem hohen Wahrscheinlichkeit einen Mangel haben, was sich auf deine Gesundheit nachteilig auswirkt. Beim Vitamin D schaffen es Sonnenliebhaber noch in den Herbst, aber spätestens ab November geht dann auch deren Speicher aus und sie driften in den Mangel.
Merken wir einen Mangel?
Leider nein, denn dein Körper weiß sich oftmals zu helfen oder innere Abläufe funktionieren eben einfach nicht so gut.
Es ist, als ob du mit einem fast platten Reifen Fahrrad fährst. Es geht prinzipiell, du kommst vorwärts, wie gut du mit einem vollen Reifen fahren könntest, merkst du aber erst, wenn du es einmal gespürt hast.
Vitamin D zum Beispiel, hat als eine, der unzähligen Aufgaben dieses Hormons, die Aufgabe, Kalzium aus der Nahrung aufzunehmen, welches wir für viele innere Abläufe brauchen und es in den Knochen einbauen, um diesen stabil zu halten. Wenn du nicht genug Vitamin D hast, merkst du es nicht, nur benötigt dein Körper trotzdem das Kalzium dringend auch für Abläufe wie die Signalübertragung der Nervenzellen, oder die Muskelkontraktion. Das muss sichergestellt werden, denn sonst stirbst du und so wird das notwendige Kalzium statt mit Vitamin D aus der Nahrung, nun mit dem Parathormon aus deinen Knochen gelöst.
Du merkst den Unterschied irgendwann, spätestens nämlich genau dann, wenn du vom Arzt hörst, "Sie haben Osteoporose".
Nur dass der Grund dafür mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Jahre-, und Jahrzehnte langer Vitamin D Mangel ist, das erklärt dir niemand.



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